Jubelt Gott zu, alle Völker der Erde!

Singt zur Ehre seines Namens, rühmt ihn mit eurem Lobgesang! (Psalm 66,1-2)

Singen und jubeln – davon handeln die biblischen Texte für diese Jahreszeit. Eigentlich ist es die Zeit für Konfirmationen, Hochzeiten und Taufen. An solchen Tagen da geht mir das Herz über und ich genieße es, in den Jubelgesang einzustimmen.

In diesem Jahr ist es anders. Konfirmationen, Hochzeiten und Taufen müssen verschoben werden – zu groß ist die Gefahr, dass Menschen einander anstecken könnten. Der Jubel und der Gesang bleiben aus. Dabei ist Singen für mich die schönste Art, mit Gott in Kontakt zu kommen. Oft fällt es mir sogar leichter, mit Liedern zu beten, statt eigene Worte zu finden.

Nur: In dieser so angespannten Zeit gerade möchte mir oft kein Lied über die Lippen gehen. Wie also dann mit Gott in Kontakt kommen?

Dazu hat mir vor einigen Jahren mal ein Pater einen Tipp gegeben: „Wenn du so traurig bist, dass du nicht singen kannst und wenn dir die Worte zum Sprechen fehlen, dann versuch es doch mal mit Summen. Eine kurze Melodie – und die immer und immer wieder. Bis sie zum Gebet wird.“
Genau so mache ich es seitdem. Und gerade jetzt besonders oft. Versuchen Sie es doch vielleicht auch einmal.
Mein Corona-Lobgesang: Vielleicht nur ein Summen – das aber von Herzen kommt. Und das mein Herz auch in angespannten Zeiten mit einer Ahnung von Gott erfüllt.

Bleiben Sie behütet und gesund,
Pfarrerin Lisa Tumma

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